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Aufbau und Funktion eines Kirlian-Gerätes Eine Metallplatte wird an eine hochfrequente Wechselspannung von meistens über 20.000 Volt angeschlossen. Auf dieser Metallplatte befindet sich eine isolierende Platte, z.B. aus Glas. Auf diese Isolierschicht kommt das Fotopapier bzw. ein Film. Hierauf kommt dann das zu "fotografierende" Objekt, z.B. ein Blatt von einem Baum. Dieses Objekt wird mit der Masse der Apparatur verbunden. Durch die Hochspannung entsteht eine Büschelentladung bzw. Koronaentladung. Sie leuchtet blau und belichtet hierdurch das lichtempfindliche Material, das dann später wie üblich entwickelt wird.
Die Korona ist nicht die Aura Die Korona, die man dann auf dem Bild sieht, hat eine gewisse Ähnlichkeit damit, wie sich manche Menschen die Aura vorstellen. Sie ist aber in keinem Fall die Aura, da es sich nur um Hochspannungs-Büschelentladungen handelt. Es würde auch niemand von einer Aura sprechen, wenn er einen elektrischen Schlag an einer Türklinke durch statische Aufladung bekäme. Auch "tote" Objekte wie z.B. Münzen bilden ebenso sehr schöne Koronaentladungen während elektrische Nichtleiter (Isolatoren, z.B. Kunststoffen) keine Koronaentladung erzeugen. Bei einem Blatt, z.B. von einem Baum, das frisch ist, entsteht eine schöne Koronaentladung, die aber verschwindet, wenn es vertrocknet, da die Feuchtigkeit verdunstet und damit die elektrische Leitfähigkeit stark abnimmt. Würde die Kirlianfotografie tatsächlich das abbilden, was Hellsichtige als Aura sehen, dann müßten auch elektrische Nichtleiter ein Kirlian-Bild ergeben, denn Hellsichtige berichten auch von Steinen, daß um diese eine Aura zu sehen wäre.
Medizinische Diagnostik mit Kirlian-Fotografie Werden beispielsweise von den Fingerspitzen eines Menschen Kirlian-Aufnahmen gemacht, sieht man hier Intensitätsunterschiede der Koronaentladungen. Diese dürften auf die unterschiedliche Leitfähigkeit der Hautbereiche zurückzuführen sein. Hier wurde zuerst von Peter Mandel ein Zusammenhang mit den Meridianen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und Akupunkturlehre hergestellt. Ein Teil der Meridiane endet in den Fingern und den Zehen. Jedem Meridian sind bestimmte Organe zugeordnet. Ist ein Meridian nicht im Gleichgewicht, scheint dies eine Änderung der Leitfähigkeit an dem entsprechenden Hautpunkt zu bewirken. Dies sieht man dann an einer veränderten Koronaentladung. Daher wird versucht, aus den Kirlian-Aufnahmen Rückschlüsse auf den Zustand eines Meridians zu ziehen.
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