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Die 7 Panzerungen des Körpers (Hemmungen)
In unserer Zivilisation gehören Panzerungen zum Menschen, wie die Butter zum Brot. Sie bedeuten eine (Schein-) Sicherheit.
Panzerungen des okkularen Segments (Stirn, Augen, Jochbein) Diese Region umfaßt Stirn, Augen und Jochbeingegend. Wir finden hier eine mehr oder weniger große Unbeweglichkeit der Stirn, vielfach einen leeren, starren Blick oder hochgezogene Augenbrauen. Manchmal kleine, zusammengekniffene Augen oder hervortretende Augäpfel. Je nach Grad der Abpanzerung finden wir Kurzsichtigkeit oder Astigmatismus. Die betroffenen Personen haben oftmals Schwierigkeiten zu weinen. Der Körper befreit sich beim sogenannten herzhaften Weinen von sehr vielen Giften, die durch eventuell vorangegangene Streßsituationen produziert und angesammelt wurden. Wenn jetzt der Tränenfluß gehemmt oder gar völlig blockiert ist, verbleiben die Toxine im biochemischen System und stellen fortan eine Belastung für den Betreffenden dar. Eine weitere Ausdruckserscheinung der okkularen Abpanzerung ist eine Unbeweglichkeit der Muskeln links und rechts der Nase sowie geweitete Nasenflügel, ebenso teilweise hochgezogene, grimassenartige Wangenpartien.
Panzerungen des oralen Segments (Mund, Kiefer) Diese Region umfaßt Kinnpartie, Unterkiefer, Muskulatur des Mundringes und der Lippen oberen Nackenpartien. Menschen mit oralen Panzerungen sind kaum oder nur sehr schwer in der Lage, den Mund zu öffnen. Das »Zähnezusammenbeißen« fällt genau in diesen Bereich, und wir kennen es als eine spezifische psychologische Einstellung, Streßsituationen durchzustehen. Nicht umsonst gilt das sogenannte Zähnezusammenbeißen als Symbol für Charakterstärke, Durchsetzungsvermögen und Männlichkeit.
Panzerungen des Halssegments (Hals, Zunge) Hier finden wir das bekannte Gefühl, einen »Kloß im Hals« zu haben, und an das oft damit einhergehende Bedürfnis zu weinen oder zu schreien. Eine bedrohliche oder unangenehme Situation wird vom Betroffenen mit einer prompten Reaktion des Zwerchfells (einatmen, damit verbundene Senkung der Zwerckfellkuppen sowie anschließende Zerchfellstarre) quittiert. Dieser Reiz wird neurophysiologisch übertragen und führt zu einem Anheben des Adamsapfels sowie zu einer Kontraktion der tieferen Halsmuskulatur. Ferner geht damit eine Verhärtung und Senkung des tiefen Zungenmuskels einher, was sich bei geöffnetem Munde an einer weit zurückgezogenen Zunge zeigt. Eine falsche, aber dennoch häufig praktizierte Reaktion auf diesen Zustand besteht im »Hinunterwürgen«, also in einem Nichtzulassen des emotionalen Ausdrucks.
Brust- und Rückenpanzerungen Da Einatmen und Anhalten des Atems das zweifellos wichtigste Mittel zur Unterdrückung von Emotionen jeder Art ist, zeigt sich ein chronischer Zustand der Panzerung in einer Unbeweglichkeit des Brustkorbes, hochgezogenen Schultern (mit - entsprechend kurzem Hals) und einer flachen Atmung. Dies ist der gepanzerte Ausdruck der »Selbstbeherrschung«, des »An-sich-Haltens«. Eine sehr starke Panzerung der Kopf-, Hals- und Brustsegmente kann zu einer äußeren Erscheinung führen, die steife Vornehmheit ausstrahlt. Die entsprechenden Charakterideale sind Festigkeit, Unberührbarkeit, Distanziertheit, Erhabenheit und Beherrschtheit. Bei Frauen äußern sich Panzerungen dieses Segmentes eher in vorgezogenen Schultern und in einem entsprechenden Zurücknehmen der Brust, beziehungsweise ihrer selbst. Demzufolge treten die Panzerungen bei Frauen oft in Form von Verhärtung der Rückenmuskeln, besonders zwischen den Schulterblättern, auf. Da Arme und Hände quasi die Fortsetzung des Brust-Rücken-Segmentes sind, findet man oft auch fest an den Körper gepreßte Oberarme, die die körperliche Unbeweglichkeit noch steigern. Auf die Dauer können sich aus dieser Panzerung Dispositionen zu Pneumonie, Tuberkulose, Lungenemphysem, Herzfehler, Herzerweiterung, hohem Blutdruck, Angstzuständen und so weiter ergeben. Es wird einleuchten, daß die Arbeit in diesem Bereich an den emotionalen Strukturen rüttelt und zu einer Entwicklung der sogenannten Herzensqualitäten beiträgt.
Panzerung des Zwerchfellsegments Dieses Segment verläuft vorn über die Magengrube, den unteren Teil des Brustbeins und die untersten Rippen bis nach hinten zu den Ansatzstellen des Zwerchfells, das heißt zum zehnten bis zwölften Brustwirbel, dann über den Solarplexus, die Pankreas, die Leber und die Muskelstränge längs der Wirbelsäule an den untersten Brustwirbeln. Eine Panzerung dieses Segmentes macht eine spontane Zwerchfellpulsation unmöglich. Hier kennen wir das Gefühl, einen »Knoten im Magen« zu haben. Man empfindet eine Situation als unangenehm und reagiert mit Einatmen (Senkung der Zwerchfellkuppen), anschließendem Atemstau (Zwerchfellstarre) und Hinunterschlucken. Die Beeinträchtigung der Zwerchfelltätigkeit hat eine Einschränkung des Atemvolumens zur Folge. Es ist weiterhin möglich einzuatmen, aber das Ausatmen wird erschwert. Eine solche Panzerung äußert sich in Zwerchfellticks bis hin zu verschiedenen Formen nervöser Magenleiden sowie in einer flachen, eingeschränkten Atmung und Zwerchfellhochstand. Die durch die Auflösungsarbeit freigesetzte Energie wird als Körperwärme oder Hitze empfunden und als ein warmes, weiches, sinnliches Gefühl von Ganzheit. Es ist aber auch möglich, daß sie sich in Unwohlsein oder gar Übelkeit äußert, in Zwerchfellticks und starker Zwerchfellpulsation bis hin zu Würgereflexen, verbunden mit dem Gefühl, sich übergeben zu müssen.
Panzerung der Bauchmitte Hierbei handelt es sich um Verhärtungen des großen Bauchmuskels und der beiden seitlichen Bauchmuskeln, die von den untersten Rippen bis zum oberen Beckenrand verlaufen. Diese Panzerung hat verschiedene Stoffwechselprobleme zur Folge. Entspannung in diesem Bereich äußert sich zum einen in verstärkten Peristaltikgeräuschen, zum anderen in einer weicheren, flexibleren und intensiveren Bauchatmung. Zusätzliche Atemräume können nun viel leichter erschlossen und genutzt werden (Flankenatmung). Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, den Körper auch in kurzen Atempausen wieder ausreichend mit Luft zu versorgen.
Beckenpanzerung Diese Panzerung schließt fast alle Beckenmuskeln ein. Sie äußert sich in einem stark nach hinten gezogenen Becken oder in einem zusammengekniffenen Hintern. Die Beine als Verlängerung des Beckens werden von der Panzerung mitbetroffen, die sich dort in Krämpfen im Bereich der Waden und Oberschenkel äußert. Da in der Beckenregion Sinnlichkeit, Lustempfinden und Sexualität angesiedelt sind, liegen die Ursachen für die Panzerung häufig in einem blockierten Sexualverhalten. Die Auflösungsarbeit gestaltet sich in diesem Bereich eher schwierig, da es sich hier um einen der »letzten Tabubereiche« handelt. Jedoch ermöglicht erst ein energetisch freies Becken im Zusammenspiel mit allen anderen Bereichen Freiheit und Spontanität.
Der Körper ist ein Barometer für alles was sich im Menschen abspielt - ein Spiegel seines Selbst.
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